"Spiegelgrund": eine Parallelwelt voller Monster und Sinnestäuschungen, in der sich unterbewusste Ängste und Schuldgefühle manifestieren. ("Spiegelgrund" das Finale der Vakkerville-Mysteries erscheint im Herbst 2017)

Sonntag, 25. Dezember 2016

Weihnachtsgeschenk

Ich wünsche allen Lesern, Bloggern, Kolleginnen/Kollegen und Büchersüchtigen im Allgemeinen, ein paar entspannte Feiertage. Genießt die Zeit.Verbringt sie mit tollen Menschen, gutem Essen, spannenden Geschichten, großartiger Musik, erlesenen Getränken ...


Als kleines Weihnachtsgeschenk gibt es hier eine Leseprobe aus "Nebelgrenze" dem 2. Teil der "Vakkerville-Mysteries". Im Moment überarbeite ich das Werk noch wie verrückt, Anfang Januar geht es ins Korrektat, damit es dann am 31.01.2017 pünktlich erscheinen kann.

Teil 2 wird umfangreicher als Teil 1 und einer Vorabmeinung nach: "sehr spannend und sehr gruselig".

In diesem Sinne, habt Spaß dabei und bis 2017.

Euer Anton

Leseprobe "Nebelgrenze"

Freitag, 9. Dezember 2016

Sage mir, was du liest ... "Die verlorene Puppe"


Jedesmal, wenn ich ein Steampunk-Werk in die Finger bekomme, komme ich nicht umhin, dass mir zunächst all die Negativbeispiele des Genres in den Kopf schießen.

All die Kriminal-Vampier-Zombie-Fantasy-Stories, die immer im viktorianischen London spielen, versuchen möglichst historisch akkurat - und damit in meinen Augen langweilig - zu sein. Steampunk ist in diesen Geschichten meist nur die Tasache, dass alles irgendwie von der Kohle verrußt ist, die Leute Goggles tragen und Luftschiffe am Himmel kreisen.

Darüber hinaus: Nichts Neues. Leider!

Dann gibt es aber - zum Glück - Werke wie die, wirklich innovativen »Aetherwelten« von Anja Bagus, oder die beiden Romane aus der »Eis und Dampf« Welt von Judith Vogt und Christian Vogt.
Schon »Die zerbrochene Puppe« hatte damals wahre Begeisterungsstürme bei mir ausgelöst, um so mehr war ich gespannt, als die Nachricht über das Internet kam, dass es ein weiteres Buch in dieser Welt geben wird. Und dann noch mit Azteken.

»Die verlorene Puppe« von Judith Vogt und Christian Vogt Verlag: Feder & Schwert

copyright: Feder & Schwert


Ein fulminanter Abenteuerroman, der alle Möglichkeiten des Genres mit einem Feuerwerk an Ideen ausschöpft!

Montag, 28. November 2016

Sage mir, was du liest: "Grauer Teufel"

"Grauer Teufel" von Graham Masterton

copyright: Festa Verlag


Klappentext:

"Geköpft ... ausgeweidet ... bei lebendigem Leib verbrüht. Ein bestialischer Mörder sucht die Küstenstadt Richmond im Süden der USA heim.
Der Polizist Decker Martin hätte das Wochenende gern im Bett der Frau seines Chefs verbracht - doch nun hält ihn ein Gewalttäter auf Trab, den merkwürdigerweise niemand sehen kann.
Die Spur des Unsichtbaren führt zurück in die historischen Wirren des Bürgerkriegs. Doch auch die afrikanische Santería-Religion mit ihren grausamen Ritualen scheint eine Rolle zu spielen ... "

Spannender Mix aus Horror, Mystery und Serienkiller-Thriller!

Freitag, 25. November 2016

DRM sucks! Eine ganz persönliche Meinung.

Immer wieder tauchen Meinungen von Selfpublishern auf, die für härteren Kopierschutz sind, für das Abschaffen des Rückgaberechts von Ebooks u. Ä. plädieren, mit dem Argument, dass »Piraten« ihre Ebooks »stehlen« und auf diversen Plattformen zum kostenfreien Download anbieten.
Matthias Matting von der sehr guten Seite: Selfpublisherbibel erklärt dann immer ganz geduldig:

»Wir sind [...] nicht nur Autoren, sondern auch Verleger. Die Käufer sind dann auch nicht nur Leser, sondern Kunden. Wer Kundenservice ablehnt, hat leider die Doppelrolle nicht verstanden, in der jeder Selbstverleger steckt. eBooks haben jede Menge Nachteile zum gedruckten Buch, kein Eigentum, kein Wiederverkauf, da ist jeder Pluspunkt ein Pluspunkt für alle (!), der eure Umsätze erhöht. Ihr dürft euch nicht in die Falle begeben, an die 2% unehrlichen Leser zu denken. Es sind die 98% ehrlichen Käufer, mit denen ihr euer Geld verdient! Und denen wollt ihr das Leben schwer machen, weil es 2% unehrliche gibt, an die ihr sowieso nicht rankommt?«

Wie ist eigentlich meine Meinung zum DRM u. Ä.?

»DRM sucks!«

Dienstag, 22. November 2016

Sage mir, was du liest: "Das Grab in mir"




"Das Grab in mir" Patrick Senécal FESTA Verlag
Klappentext:

"Erinnerungen können tödlich sein!
Étienne, 28 Jahre, Dozent für Literatur, mit einer manischen Besessenheit für blutrünstige Horrorgeschichten, nimmt eines Abends den Anhalter Alex mit. Die beiden verstehen sich gut, doch irgendetwas an Alex ist seltsam.
Und dann greift das reale Entsetzen nach Étienne: Beim Zwischenstopp in einer Werkstatt ereignet sich ein brutaler Mord.
Als weitere Morde geschehen, wird es immer unheimlicher, denn alle Toten hatten irgendeine Verbindung zu Étienne. Könnte Alex der Mörder sein? Und kann es sein, dass die beiden sich aus der Kindheit kennen?"


Antons Meinung:

Lt. Christopher Booker gibt es eigentlich nur 7 Grundstories auf der Welt. Das Rad kann nicht mehr neu erfunden werden. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass jeder Autor "nur" noch die Möglichkeit hat, eine dieser Stories so zu erzählen, dass sie immer noch zu fesseln weiß.

Patrick Senécal kann es.

Sonntag, 20. November 2016

Sage mir, was du liest: "Mort(e)"



Einst war Mort(e) ein kastrierter Hauskater namens Sebastian, der die wenigen glücklichen Momente voller Liebe ausgerechnet mit einer Hündin namens Sheba erfuhr.

Doch dann begann der Krieg. Angezettelt von der uralten Ameisenkönigin, die über Jahrhunderte einen Plan ausgetüftelt hat, um sich an den Verbrechen der Menschen an ihrem Volk zu rächen.
Mittels Hormonen hat sie sich und ihre Ameisen verändert. Aber auch die Tiere an der Oberfläche, die dadurch zu Bewusstsein gelangen und aufrecht gehen.

Die Menschen werden rasch auf nur wenige Exemplare reduziert. Sebastian verliert in den Tagen der Apokalypse Sheba aus den Augen und wird zu Mort(e). Einem legendären Krieger im Kampf gegen die Menschen.

Nur noch eine Biowaffe namens EMSAH scheint die Herrschaft der Tiere aufhalten zu können und gerade Mort(e) bekommt den Auftrag, das Geheimnis dieser Seuche zu enträtseln.
Da erhält er den Hinweis, dass Sheba noch lebt.

Das Szenario hat mich so neugierig gemacht, dass ich dem Release dieses Buches regelrecht entgegen fieberte und es am Tag des Erscheinens beim Verlag orderte.

Es hat sich gelohnt.

Mittwoch, 16. November 2016

Early Demo

Manche Ideen schwirren lange im Kopf herum, bevor sie wirklich Form annehmen. Einer der ersten Entwürfe für die Geschichte stammt aus dem Frühjahr 2012. Der Arbeitstitel des Buches lautete: "Spiegel, Scherben und Schattenspiele". Die Story war damals noch so gedacht, dass ein Mann mit Amnesie in eine psychiatrische Einrichtung eingeliefert wird und so die mysteriösen Ereignisse auslöst. (Der Entwurf wurde nie korrigiert, geschweige denn lektoriert. In der Musik nennt man so etwas eine "Early Demo" Version.😉)
 

Prolog

Ein Wispern wanderte durch die alten Backsteinmauern. Nur der Hauch eines Tones. Eine Ahnung eines Flüsterns. Sanft, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Aber ebenso wie dieser am anderen Ende der Welt einen Hurrican auslösen konnte, so konnte das Säuseln der Beginn einer großen Zerstörung sein. Etwas, dass die Mauern zum Einsturz bringen würde.
Meist waren sie ruhig. Aber manchmal, wenn irgendetwas geschah oder sich andeutete, anschickte zu geschehen... etwas, dass normale Menschen meist gar nicht wahr nahmen... etwas, dass nur ein unbestimmtes Gefühl auslöste. So als bekäme man urplötzlich leichte Kopfschmerzen und jemand würde darauf antworten, dass es sicherlich am Wetterumschwung läge. Wenn in der Welt etwas in Bewegung geriet. Etwas sich zu verkehren begann. Zu verschieben. Plötzlich anfing zu schwingen... Dinge in dieser Art also. 

Dienstag, 15. November 2016

Sage mir, was Du liest ...

... und ich sage Dir, was Du schreibst.

Da ich nicht nur schreibe, sondern auch viel lese, werde ich jetzt unter der o. g. Rubrik ab und zu mal eine Rezension verfassen.

Den Anfang macht:

»Die Chroniken der Seelenwächter« von Nicole Böhm.

Ich habe lange überlegt, ob ich mit dieser Serie anfange. Jeden Monat ein neues Ebook, ca. 120 Seiten, zu einem fairen Preis.
Urban Fantasy klingt für mich sehr vielversprechend.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Viermehr: Ich bin geflasht!

Dienstag, 1. November 2016

Horror, Thriller, Mystery, Krimi ... wider den Etikettenschwindel.

Ich publiziere nicht nur meine Ebooks selbst, ich lese auch sehr gerne Selfpublisher. Einerseits bin ich extrem neugierig, andererseits sehe ich das Lesen von Büchern, als eines der wichtigsten Werkzeuge, um mein Handwerk - das Schreiben - zu schulen.

Die »Vakkerville-Mysteries« sind ein Genre-Mix. Das ist gut so. Allerdings gibt es gerade bei Schubladen auch eine einfache Regel. Wenn man sie durchbrechen will, muss man sie erst einmal kennen.

Und da sind wir bei dem, was ich als »Etikettenschwindel« bezeichne. Gerade bei Selfpublishern ein sehr verbreitetes Unwesen, auch wenn ich den Meisten zu Gute halte, dass sie es unbeabsichtigt tun.

Mich, als Leser, nervt es aber ganz gehörig. Da spielt auch der finanzielle Aspekt keine Rolle, ob ich nun 0,99€ oder 12,99€ bezahle. Es ärgert mich einfach, wenn ich statt eines »Mystery-Thrillers« eine »Romance-Schmonzette« mit ein paar untoten aber perfekten Liebhabern bekomme!

Dienstag, 25. Oktober 2016

Literatur muss Schwerstarbeit sein!

Ein Buch muss für den Autor, wie für den Leser, gleich einer Doppelschicht im Stahlwerk oder in der Kohlengrube sein.
Reingraben, durchwühlen, schwitzen, verbrennen und - im protestantischen Sinne - gereinigt daraus wieder hervorgehen.
Allerdings sind wir alle Sünder, also gibt es nach der Schicht im Schacht keine Erholung, sondern es werden gleich mal Überstunden gefahren.
Denn nur Arbeit ist die Würze des Lebens! (Zumindest wenn wir der Zeitung "Welt" glauben.)

Sonntag, 23. Oktober 2016

Ein Blick hinter den Spiegel

Heute einfach nur mal ein Link zu einem Blogbeitrag, den ich für Bookdemon schreiben durfte. (Übrigens, so wie alles, was ich schreibe, an diesem Schreibtisch.)


Samstag, 8. Oktober 2016

Der 1. Teil für 0,99 €

Am 07.10.2016 (24 Tage früher als geplant) erschien »Dämmergrau« der erste Teil der »Vakkerville-Mysterys«. Damit geht das Projekt »Selfpublishing« in die entscheidende Phase.

Denn jetzt wird es sich zeigen, ob sich der zeitliche und finanzielle Aufwand gelohnt hat.

Bis her sieht es ja gut aus. Klappentext und Cover haben zumindest schon mal für genügend Neugier gesorgt, dass ich Testleser, Vorabrezensenten und einige Buchblogger gewinnen konnte. (Und die Meinungen bewegen sich alle im positiv-kritischen Rahmen.)

Aber wie gehts weiter? Verkauft sich das Buch so zahlreich, dass ich damit zumindest meine investierten Kosten (Korrektorat, Werbung, Rechte an den Fotos, Programm zur Bildbearbeitung, neuer Monitor, neue ergonomische Tastatur etc.) decken kann?

Freitag, 16. September 2016

Schon wieder eine Serie?

Auf Facebook stieß ich auf einen Autor, der Rezensenten für sein Buch sucht. Der Klappentext klang insofern spannend, dass ich das Setting vielversprechend fand. Die eigentliche Handlung brachte mich eher zum Gähnen (ganz klassische Heldenreise. Also kein bisschen abgewandelt.) Und das Cover sah aus, wie von einem Erstklässler gezeichnet. (Darum nenne ich hier auch nicht Name und Titel).

Dennoch habe ich ein wenig recherchiert und was ich dann wirklich schlimm fand war die Tatsache, dass dieses Buch von 2014 ist, der erste Teil einer (wie viel teiligen?) Reihe und seit dem kein Nachfolger erschienen ist. (Was auch schon ein Rezensent damals anmerkte.)

Nun, steht in jedem Ratgeber für Selfpublisher, dass die beste Werbung, das stetige Nachliefern von Büchern ist.

Ich wollte ja selber vor Jahren schon aufhören, Serien zu konsumieren. Die Enttäuschung nach dem Abbruch von »Twin Peaks« war traumatisch.

Mittwoch, 7. September 2016

Man kann sich auch irren ...

... denn aus Fehlern lernt man.

Da dachte ich, dass ich mich bereits auf der Zielgeraden befinde. "Dämmergrau" ging durch die kritischen Augen von 5 Testlesern, dem Korrektorat einer Privatperson und der mehrmaligen Überarbeitung von mir, mit Hilfe von "Papyrus".

Erste Kontakte zu Bloggern und Rezensenten hergestellt. Das Buch ist bei Amazon vorbestellbar. Und dann das:

Zitat: "Ja, es waren jetzt z. B. Kommas, die den Sinn des Satzes zerstückeln und das hindert dann den Lesefluss. Ich weiß nicht, ob das ein Schreibprogramm erkennt? Damit kenne ich mich leider nicht aus.
Oder so Kleinigkeiten wie
"und achteten auf einander" da schreibt man aufeinander zusammen
"laut mit singend" mitsingend zusammen ;)
"Messanger" nicht mit a
"Mit Hundeaugen aus dem birnenförmigen Gesicht, Lilian-Charlotte vor sich ansah." <- hier irritiert das Komma sehr :D
oder "...weil reiche Zugezogene, den Kiez kaputt machen" auch besser ohne das Komma ;)

Da achten viele Leser sehr drauf."


Aus der E-Mail einer Bloggerin nach Lektüre der Leseprobe. Tja. Also panisch ein professionelles Korrektorat gesucht, Preisanfrage gestartet, Auftrag vergeben. Wer es ist, wird dann im Impressum stehen. 

Also alle Rezensienten erhalten noch vor dem Release ein korrigiertes Exemplar.

Warum jetzt aber irren? Tja, da dachte ich, ich bin superschlau und schreibe in der wörtlichen Rede das Anredepronomen niemals groß, da der Duden das so sagt. Siehe letzten Post.

Aber das bezog sich auf "du/Du und ihr/Ihr"!

Bei "sie/Sie" sieht es der Duden dann doch anders. 

"Die Formen des Anredepronomens Sie schreibt man immer und überall groß und auch die Formen des entsprechenden Possessivpronomens, d. h. auch in der wörtlichen Rede im Prosatext: „Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie daraus?“ „Solche, die ich Ihnen nicht auf die Nase binden will“ (Willi Achten: Die florentinische Krankheit)."

Tja. Da darf die Korrektorin gleich noch mal mehr korrigieren. Hoffe, dass das nicht auf den Preis aufschlägt.:-) 

Für den zweiten Teil, mache ich es dann schon mal selber und gewöhne es mir neu an.

Freitag, 5. August 2016

Bleibt alles anders?

Letzte Überarbeitung, nachdem das Skript aus dem Korrektorat zurückkam beendet. Puh! Geschafft. Jetzt prüfe ich nur noch die Dialoge anhand der tollen »Papyrus-Funktion« wörtliche Rede.

Um es gleich zu sagen: In einer wörtlichen Rede wird bei mir niemals »Sie«, »Ihr« o. Ä.  geschrieben. Ich weiß, dass andere Autoren (vor allem in der Fantasy) dies tun, aber lt. Duden ist es falsch:

» In der wörtlichen Rede (etwa in Erzählungen oder Romanen) werden du und die anderen genannten Wörter nie großgeschrieben, da ja hier der Autor nicht den Leser anredet: „Ach, du bist gut integriert, lachte Moira, ich meine, du passt gut in die Landschaft“«

Danach geht das Werk an die letzten Testleser.

Allerdings habe ich jetzt mit der Recherche nach bereits vorhandenen Buchtiteln begonnen und dabei festgestellt, dass es alle Titel irgendwie schon gibt. Sie sind nicht urheberrechtlich geschützt, da es allgemeine Worte sind, ich könnte sie also weiterhin verwenden. Aber gerade in der ursprünglichen, von mir geplanten, Reihenfolge der Titel, passte »Zwielicht« bereits vom Klang her nicht mehr.

Aus diesem Grund, ab jetzt neue Titel, für Teil 1 und 2. Teil 3 bleibt, auch wenn der findige Internetuser schnell herausfinden wird, dass es auch da bereits Bücher gibt, die so heißen. Hier führen sie allerdings auf die richtige Spur.

Sonntag, 24. Juli 2016

Warum Selfpublishing? Teil 2

Dies ist die Geschichte von X. Ich habe ihn im Sanatorium kennengelernt. Zwischen all den anderen Verrückten, denen mit und denen ohne Schlüssel, war er einer der wenigen, der mir nicht sonderlich verrückt erschien. Dennoch, gehörte er an diesen Ort, wie kaum ein anderer. X hatte sich selbst eingewiesen.  Ich erzählte X von meinen Ideen als Autor weiter zu machen. Wir haben in den Wochen meines Aufenthalts, viele, lange und sehr intensive Gespräche geführt. Über das Schreiben. Das Leben. Das Autorendasein ...

X hatte über 10 Jahre geschrieben und veröffentlicht. Er hatte alle Varianten durch probiert. Von den Anfängen des POD, über das reine Selfpublishing gedruckter Bücher, bis hin zu einem Autorenvertrag mit einem Verlag. Er hatte die Werbeversuche von DKZ Unternehmen überstanden, ebenso die Versprechen eines Verlagsvertreters, der sich als Literaturagent profilieren wollte. All das, zum Glück, ohne finanziell groß auf die Schnauze zu fallen. Nicht unbedingt, weil er schlauer war als andere Autoren, sondern einfach, weil er nie das Geld hatte, das diverse dubiose Gestalten im Literaturgeschäft von ihm als Vorschuss haben wollten.

In den Jahren hatte er sich eine überschaubare, aber treue Stammleserschaft aufgebaut, hatte sich selbst, seine Art zu schreiben und seine Auftritte zu einer eigenen Marke etabliert, aber nie geschafft, bei allen seinen Unternehmungen auch nur die Unkosten zu decken.

Irgendwann bekam er das Angebot bei einem Verlag unterzukommen. Einem sog. Independentverlag, der sich selbst den »Fairlagen« zuordnete. (Obwohl man die vertraglich vereinbarte Mindestabnahme sog. »Autorenexemplare«, auch wenn es nur eine zweistellige Zahl ist, bereits den DKZ Unternehmen zuordnen muss!) Prinzipiell sah der Vertrag aber ziemlich normal aus. X veröffentlichte in der Folge mehrere Bücher bei dem Verlag. Man hatte ihm signalisiert, dass seine Shortstories super ins Programm passen würden und seine bereits vorhandenen Eigenbemühungen und bescheidenen Erfolge in der gemeinsamen Zusammenarbeit spätestens in drei Jahren Früchte tragen würden.

Darüber hinaus begrüßte man seine Exposés zu Romanen, da man von diesen zuwenig im Programm hatte, dies aber gerne in diese Richtung erweitern wollte.

Der Erfolg blieb allerdings aus. Im Gegenteil, er ging sogar zurück. Der Verlag verkaufte weniger Bücher, als X vorher im Alleingang pro Release geschafft hatte, seine »legendären« Auftritte wurden von immer weniger Publikum besucht ...

Der Verlag sagte X, dass er seine Shortstories überarbeiten müsse. Sie müssten kürzer werden, die Pointe müsse früher kommen. Dann müsse er sich damit bei Poetry Slams und Lesebühnen bewerben. Beides Richtungen, in die X nie gearbeitet hatte. Dann sagte man X, er müsse einen Blog etablieren. Über irgendwas. Nur nicht über seinen Roman. Das würde zu sehr nach »Verkaufen wollen« aussehen. Der Roman würde sich dann aber ganz allein verkaufen, wenn er einen erfolgreichen Blog hätte.
Außerdem müsse X Veranstaltungen organisieren. Am besten Lesebühnen. Wo er selbst und andere Autoren auftreten können. Natürlich die verlagseigenen Autoren aus den anderen Städten. Im Gegenzug könne er selbst dann in deren Heimatlocations auftreten. Das so entstehende Netzwerk würde den Erfolg bringen ...

X wollte aber nie einen Blog schreiben. Wozu? Alles, was er schreiben wollte, stand in seinen Shortstories und seinen Romanen. X wollte nie zu Poetry Slams u. Ä.. X wollte auch nie Veranstalter von Lesebühnen sein. Er wollte Autor sein. X hatte sogar in Eigeniniative kostenpflichtige FB Werbung geschaltet. Seine Vorschläge, was gerade den Romanverkauf fördern könne, wurden alle abgelehnt. Leserunden würden, nach Aussage des Verlages, nichts bringen. Die Leute würden da nur kostenlos Bücher abstauben wollen und keine Rezensionen schreiben. Den Preis des E-Books senken, ginge nicht, da man als kleiner Verlag bei Amazon einen gewissen Mindestpreis kalkulieren müsse. Die Möglichkeiten Akquise zu betreiben, um die von X sehr genau definierte Zielgruppe seines neuen Romans, anzusprechen, habe man als kleiner Verlag leider nicht.

Dies sind nur die Fakten. Ich werte nicht. X bekam verschiedene gesundheitliche Probleme, brach zusammen, weshalb er schließlich dort landete, wo ich ihn kennenlernte.

X schreibt nicht mehr. Sein Gesundheitszustand zwang ihn, sein Leben komplett zu ändern. Seine Bitten, ihn aus zwei bestimmten Klauseln der Verträge (jährlich eine bestimmte Anzahl von Lesungen zu absolvieren und jedes weitere Werk dem Verlag vorzulegen) zu entlassen, da er diese aus o. g. Gründen nicht mehr erfüllen kann, wurden abgelehnt.

Ich hoffe, dass es X in seinem neuen Leben gut geht. Wir haben uns nach meiner Entlassung aus den Augen verloren. Seine Geschichte ist allerdings einer der stärksten Gründe, weshalb ich mich für das Selfpublishing via KDP entschieden habe.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Warum Selfpublishing?

Weil die Möglichkeiten dies zu tun, mittlerweile ein sehr kalkulierbares Risiko aufweisen. Wenn wir mal grundsätzlich davon ausgehen, dass nicht jeder Autor, der nicht bei einem »richtigen« Verlag unterkommt, nicht gleich schlecht ist.

Ja, ich kenne die Diskussion, dass durch das »einfache« Selfpublishing eine Menge Mist auf dem Literaturmarkt ist. Aber wer entscheidet das? Doch wohl der Leser, oder? Also kein Lektor, kein Marketingstratege eines Verlages und schon gar nicht andere Autoren! Mich erinnert die ganze Diskussion darum, an meine Vergangenheit hinter dem eisernen Vorhang. Da wurde von staatlicher Seite auch eine Menge Vorauswahl in der Literatur getroffen. Ich kann im Nachhinein sagen, dass das Meiste, was ich als Kind und Jugendlicher aus den offiziellen Quellen gelesen habe, sogar sehr gut war. So finde ich die russische, polnische und DDR-deutsche Sciene-Fiction in großen Teilen bis heute um Längen besser, als vielen anglo-amerikanischen Rotz ... und dennoch bin ich froh, dass ich die Auswahl seit dem Fall des eisernen Vorhangs selbst treffen kann!

Selbst Bücher verlegen, ist schon eine Weile möglich. Allerdings war es, bis vor wenigen Jahren noch unerschwinglich teuer und das Risiko somit nur Verluste zu schreiben, bzw. einen Aufwand zu treiben, der niemals im Verhältnis zum Nutzen stand, viel zu hoch.

Selbst die erste Revolution im Buchmarkt, das »POD«, änderte nichts daran, dass man das gedruckte Buch auch noch irgendwie in den Vertrieb kriegen musste. Eine ISBN war nicht teuer. Aber im Grunde scheiterte es schon am Druck. Der Digitaldruck war zwar vergleichsweise günstig, aber im POD immer noch so hoch, dass der Endpreis für ein Taschenbuch vom Leser nur selten akzeptiert wurde.

Versuchte man vernünftig zu kalkulieren und ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen, musste man in den klassischen Off-Set-Druck, der sich aber erst ab einer Auflage von mindestens 1000 Stück lohnt. Selbst wenn man die in Tschechien produzieren lässt. Man hat dann also 1000 Hardcover im Keller, die zwar einen marktüblichen Endpreis aufweisen, aber sonst ...

Marketing? Werbung? Buchhandel ...

Mit der Digitalisierung auch des Buches und vor allem dem Erfinden einer endlich akzeptablen Hardware (E-Reader) zog eine Revolution in die Literatur ein, die durchaus mit dem Beginn der MP3 und iPod Ära vergleichbar ist. (Und ironischerweise machen die sog. »Großen« der Branche, genau dieselben Fehler, wie die Majorlabels des Musikbusiness damals. Sie verteufeln alle, die einen anderen Weg gehen, machen ihre eigenen Produkte immer teuer und jammern, dass die immer weniger gekauft werden, während der Markt der E-Books stetig ansteigt ...)


Wenn ich heute ein E-Book veröffentlichen will, halten sich die Kosten für Herstellung, Veröffentlichung, Werbung und Marketing, dank Amazon, Social-Medias u. A. im überschaubaren Rahmen. Natürlich muss ich eine Menge Zeit investieren. Eben nicht nur ins Schreiben. Aber ehrlich, Leute. Die Zeiten, wo ein Autor »nur« geschrieben hat und sein Verlag den ganzen Rest übernommen hat, sind auch bei den sog. »Publikumsverlagen« schon lange vorbei. Im Gegenteil. Da wird von einem immer öfter die eigene Mitarbeit gefordert, die mittlerweile sehr weit in den Bereich des klassischen verlegens hineinreicht. Ich rede hier nicht über DKZV! Über die rede ich nicht, weil es keine Verlage sondern Anbieter von Druckdiensleistungen sind!

Oft gehen die Forderungen der Verlage dann auch ans Eingemachte. An das, was der Autor schreiben soll. Mach es mal so und so, dann läuft es in drei Jahren ... wenn nicht, dann bist du selbst schuld.

Egal, wie man Erfolg für sich definiert, er benötigt auf jeden Fall zuverlässige, engagierte Partner. Oder, man macht es eben gleich allein.

Der große Vorteil des Selfpublishing via Amazon ist für mich, dass mir Amazon nicht irgendetwas verspricht. Sie bieten mir ganz klar eine bestimmte Dienstleistung an, für die ich durch den prozentualen Anteil am Verkauf bezahlte. Der Rest, liegt an mir. Ich habe es in der Hand.

Ich kann schreiben, was ich will. Niemand verspricht mir, dass das der nächste große Renner wird. Ich schaue in die »Hitlisten« bei Amazon, nach anderen Werken, die ich dem selben Genre wie mein eigenes zuordnen würde. Ich freue mich, dass da z. B. ein E-Book bei » Nr. 4 in Kindle-Shop > eBooks > Belletristik > Horror > Geister « steht. In der allgemeinen Auflistung »Bezahlt in Kindle-Shop« steht es allerdings irgendwo bei 5752 oder so.
Ernüchternd nicht?
Vor allem, wenn man weiß, dass alles was unter Platz 1000 ist, so gut wie nichts verkauft.

 Ich weiß also, worauf ich mich einlasse! Wenn ich in die Top 100 will, dann muss ich mein Talent halt nutzen, das Schreiben als Arbeit sehen, für die ich Geld verdienen will, und eben genau das fabrizieren, was der Markt fragt. Von mir aus eben aktuell Chic-Lit.

Ich will es nicht. Ich will meine völlig idiotische Mischung aus Thriller-Komödie-Horror-Krimi-Mystery unter die Leute jubeln und ich weiß jetzt schon, dass ich damit wohl kein Geld verdienen werde. Aber es ist meine Entscheidung. Ich habe es in der Hand! Das Geld und die Zeit, die ich investiere ist es mir(!) wert.

Man kann es auch größtmögliche Freiheit nennen. Die ist immer mit Risiken und vor allem mit Verantwortung verbunden. Aber wenn ich scheitere, weiß ich, dass es ausschließlich(!!) an mir lag. Dass ich alles getan habe. Mehr ging eben nicht.

Dass dies selbst bei der Zusammenarbeit mit einem Verlag aus der »Fairverlag-Vereinigung« nicht unbedingt so ist, erzähle ich ein anderes Mal am Beispiel eines Autorenkollegen. Ich begegnete ihm in der Klinik und wir haben intensive Gespräche geführt, da er in meinen Augen, keiner von den ganz Bekloppten war, obwohl er genau am richtigen Ort war. Aber davon später mehr ...

Freitag, 8. Juli 2016

Silent Hill

»Silent Hill Teil 1« war, neben »Tomb Raider 1« und »Resident Evil 1«, das erste Videogame, das ich in meinem Leben gespielt habe. Was mich an »Silent Hill« von Anfang an faszinierte, war, dass es vom Gameplay her, eher ruhig war. Es gab keine »kaum zu schaffenden Kämpfe«, keine »fingerbrechenden Jump-and-Run-Einlagen«. Dafür bot es aber eine Atmosphäre, die beim gesamten Spielverlauf, für ununterbrochene Gänsehaut sorgte.

Genau das, was ich an dem Horror mag, den ich als Horror bezeichne. Nicht den »Splatter«, nicht den »Torture Porn« sondern den guten alten »Gothic-Horror«. Düstere Atmosphäre, ein Geheimnis, die Gänsehaut auf den Armen und die Schockmomente, obwohl nur eine Katze vom Dach springt ...




»Silent Hill 2« ist für mich das unerreichteste Horror-Erlebnis bis heute. Hier stimmt nicht nur die Atmosphäre, in ihrer genialen Kombination aus ständiger Bedrohung, Nebel, Soundtrack, Rätseln, Geheimnissen, der Klaustrophobie ... hier liegt dem Spiel auch noch eine Story zu Grunde, die mich am Ende wirklich vor Begeisterung mit offenem Mund vor dem Monitor sitzen lies. Eine derartig, in sich schlüssige Story hatte ich im Horrorgenre bis dahin, und leider auch bis heute, selten erlebt.

Ich rede nicht von dem Film, der zwar die Atmosphäre gut wiedergibt, aber in seinem typisch amerikanischen Versuch, alles plausibel zu erklären, die Grundidee von Silent Hill völlig zunichtemacht. (Ich sage nur: Ehemalige Kohlestadt unter der, bis heute, der Flöz schwelt, als Erklärung für die Farben und Strukturen der Silent Hill Welt, nach dem Ertönen des Gongs? Und mit der Sekte wird es dann ja noch schlimmer!)

Nein. Da haben uns die Japaner einiges voraus, was auch ihre guten Horrorfilme beweisen. In der japanischen Kultur gibt es keine Genregrenzen und das Übernatürliche ist ebenso Bestandteil des Alltags, wie der moderne High-Tec-Computer.

Genau diese metaphorische Idee hinter dem Ort »Silent Hill«, die ich hier nicht verrate, da ich sonst meine eigene Story spoilern würde, hat mich nie wieder losgelassen. Das ist für mich guter Horror: Der Schrecken ist nur eine Metapher für die Sünden der Menschen, für ihre Weigerung,  anzuerkennen, dass jede Handlung ihre Konsequenzen hat. Das ganze gepaart, mit der Bereitschaft, Übersinnliches, Paranormales, nicht wissenschaftlich eindeutig Erklärbares, einfach mal hinzunehmen, schafft für mich, die perfekte Basis, um eine gute Horror-Story zu erzählen, die einfach nur in sich plausibel sein muss.



Aus diesem Grund ist nicht nur das Cover der »Vakkerville-Mysteries«, sondern auch der gesamte erste Zyklus eine Verbeugung vor dem Videogame »Silent Hill 2«.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Warum Testleser?

Testleser sind für einen Selfpublisher meiner Meinung nach unerlässlich. Weil ein professionelles Lektorat für die meisten von uns nicht bezahlbar ist. (Davon abgesehen, muss dieses nicht unbedingt gute Ergebnisse erzielen, wie ich in einem anderen Leben selbst erfahren musste.)

Ich finde Testleser aber vor allem für meinen Schaffensprozess wichtig, da man einfach nur betriebsblind ist. Man arbeitet ja Monate an dem Werk. Dabei verwendet man liebgewordene Formulierungen, Metaphern, Stimmungs- und Figurenbeschreibungen.

Der Testleser wird diese finden, da er das Werk in relativ kurzer Zeit am Stück liest und ihm die erneute Verwendung eines Satzes innerhalb von drei Seiten schnell auffällt.

Man selbst ist so sehr in der Geschichte drin, dass man viele Informationen gar nicht aufschreibt, die man im Kopf hat. Also als Wissen voraussetzt. Auf der anderen Seite erklärt man vielleicht bestimmte Sachen zu deutlich. Ich frage meine Testleser immer gerne nach ihren Eindrücken von der Handlung, den Protagonisten, ihre Sympathien und Abneigungen und vor allem ihren Vermutungen, wie es weiter geht. Das ist für einen Thriller, der ja etliche Twists aufweisen muss, enorm wichtig.

Bei »Zwielicht« gab es zunächst einen Testleser, der die Rohfassung zu Gesicht bekam. Wirklich nur ein ganz nacktes Konstrukt. Eigentlich eher ein etwas ausgearbeiteteres Exposé. Sein Feedback war extrem hilfreich, da nach diesem, der Zeitstrahl, der verschiedenen Handlungen und Figuren komplett geändert wurde. »Zwielicht« ist ja »nur« die Exposition einer Serie. Es wird die Ausgangssituation beschrieben.

Die zweite Testleserin, bekam dann schon eine längere Fassung, bei der ich u. A. bereits das Werk unter dem Gesichtspunkt des »Show dont tell« umfangreich überarbeitet hatte. Sie konnte mir somit Feedback zu den Figuren, den Stimmungen, ihren Ideen und Vermutungen was die Handlung betraf geben. Darüber hinaus natürlich auch bestimmte Formulierungen von mir, die den Lesefluss hemmten oder für Verwirrungen sorgten benennen.

Am Ende ist es natürlich so. Man kann es nie allen recht machen und nur, weil zwei Testleser das Werk zumindest so gut fanden, dass sie es nicht nur gelesen, sondern sogar durchgearbeitet haben ... schützt natürlich nicht vor negativen Wertungen.

Gerade die zweite Testleserin meinte, dass sie dem Werk trotz allem nur eine »Drei Sterne Rezension« geben würde. Nun, das ist es, warum ich Testleser haben möchte. Ich brauche keine Klatscher, sondern konstruktive Kritik. Autorenkollegen/innen sind meiner Meinung nach dafür ungeeignet. Denn machen wir uns nichts vor. Wir sind doch irgendwo Konkurrenten. Freunden und Bekannten traue ich selten zu, dass sie wirklich sagen würden, wenn sie das Werk »total Scheiße« fänden.

In diesem Sinne, hier schon mal »Danke« an meine Testleser/innen, die im Werk natürlich namentlich erwähnt werden.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Wo liegt "Schönstadt" bzw. Vakkerville?

Wie heißt das denn jetzt nun?

Da ich schon während der Schreibphase an die Öffentlichkeit getreten bin, hat der/die Eine oder Andere vielleicht mitbekommen, dass die Serie zunächst »Schönhausen-Mysterys« hieß.

Das war immer nur ein Arbeitstitel.

Da der Ort, in dem das Ganze spielt, ein wichtiges Element ist, wollte ich den Namen als übergeordneten Begriff für die Reihe haben. Das Problem: »Schönhausen« klingt natürlich total deutsch. Ich habe nichts gegen Deutsche oder Deutschland, aber meine Stadt ist ein fiktiver Ort. Ein Ort, der einfach nur irgendwo in Europa liegt und die wichtigsten Grundzüge einer modernen Großstadt trägt.

So habe ich mich z. B. bei der Beschreibung von Häusern, dem Park, der Lage am Meer u. Ä. sehr an Barcelona orientiert.

Der nächste Schritt war, dass ich den wenigen, im Text überhaupt vorkommenden Straßen und Plätzen verschiedene europäische Namen gab. Italienische, französische, finnische, schwedische, deutsche, spanische ...

Dann habe ich lange überlegt, wie ich die eigentliche Stadt nenne.

Mein Ausgangspunkt war die »Niceville« Serie von Carsten Stroud. »Niceville« heißt einfach nur »Schön(e)Stadt«. Das klingt natürlich für eine amerikanische Stadt, die irgendwo im Süden, vermutlich Louisiana, liegt sehr passend. Darüber hinaus ist es der perfekte Name für einen Ort, der nach und nach dem Wahnsinn anheimfällt. Darum war mein erster Gedanke:

»Schönhausen«.

Nachdem ich allerdings fast alle deutschen Personennamen ebenfalls gegen eine wilde Mischung an Namen aus ganz Europa ausgetauscht habe, musste auch für die Stadt ein anderes Wort her.

»Niceville« ist ja auch eine Mischung aus Englisch-Französisch.

Nach vielen Experimenten mit den Worten »Schön/nett« und »Stadt« in verschiedenen europäischen Sprachen, stand am Ende »Vakkerville«. »Vakker« ist norwegisch und »Ville« französisch.

Hier noch eine Liste der anderen Möglichkeiten, die in die engere Wahl kamen.

Kaunisstadt-Mysterys (Finnisch-Deutsch)

Vakkervarós-Mysterys (Norwegisch-Ungarisch)

Ihanastadt-Mysterys (Finnisch-Deutsch)

Ihanaville-Mysterys (Finnisch-Französisch)

Kaunistown-Mysterys (Finnisch-Englisch)

Kauniscittà-Mysterys (Finnisch-Italienisch)

Vakkertown-Mysterys (Norwegisch-Englisch)

Ihanastad-Mysterys (Finnisch-Niederländisch)

Vakkerstadt-Mysterys (Norwegisch-Deutsch)

Rarville-Mysterys (Dänisch-Franzöisch)

Rarstadt-Mysterys (Dänisch-Deutsch)

Rartown-Mysterys (Dänisch-Englisch)

Rarstad-Mysterys (Dänisch-Niederländisch)

Rarcittà-Mysterys (Dänisch-Italienisch)



Ich möchte allerdings nicht ausschließen, dass sich der Titel der Reihe bis zum Release noch ändert.