Donnerstag, 9. November 2017

Sage mir, was du liest: »Nebelmacher. Totenkaiser 1« von Bernhard Trecksel

Klappentext:

»Clach, genannt »Totenkaiser«, ist ein Nebelmacher. Diese meisterlichen Assassinen töten im Dienste der Göttin des Mordens nicht nur den Körper, sondern können auch die Seele vernichten. Clach hat gerade einen Auftrag abgeschlossen, da erfährt er Ungeheuerliches: Seine Tötungen waren gar nicht von der Göttin sanktioniert und damit wider ihr Gesetz! Clach macht sich auf die Jagd. Irgendjemand wird für diese Täuschung bezahlen. Doch der Totenkaiser ist längst selbst der Gejagte...«
 

Ideenreich, bildgewaltig, düster und faszinierend in erfrischend neuem Setting.

Ich bin ja so einer von denen, die sich Ebooks schon mal vorab kaufen, obwohl sie gar nicht wissen, wann sie das entsprechende Werk wirklich lesen werden. Im Falle von »Nebelmacher« war das auch gut so. Denn würde ich heute (immerhin zwei Jahre nach Erscheinen des Buches) auf den ersten Teil dieser Trilogie stoßen, ich würde die Finger davon lassen.

Es mag ja vor zwei Jahren noch innovativ gewesen sein, in der klassischen High-Fantasy einen Assassinen, der vermutlich noch mit seinem Job hadert, als Hauptfigur zu wählen. Mittlerweile sind diese Figuren auf dem Buchmarkt leider genauso häufig vertreten wie liebende/leidende Vampirgentlemen.

Mittwoch, 8. November 2017

Sage mir, was du liest: "Die zweite Finsternis" von E. S. Schmidt

»Die zweite Finsternis« von E. S. Schmidt

Klappentext:

»In der Endlosigkeit der kanadischen Wälder stürzt ein außerirdisches Schiff ab und entlässt seine gefährliche Fracht: Reaper – telepathische Raubechsen, groß wie Löwen, mit enormer Reproduktionsfähigkeit und unersättlichem Hunger.

Hinter hohen Mauern, zusammengedrängt in den ehemaligen Metropolen, harren die letzten Menschen aus. Die einzigen, die sich den Reapern entgegenstellen können, sind genetisch optimierte Krieger, die in Mönchsorden zu absoluter Disziplin erzogen werden. Doch als eine Stadt nach der anderen verstummt, befürchtet Bruder Kaleb, dass sich ein noch größerer Feind erhoben hat. Ein Feind, der nicht nur die zerbrechliche, neu geschaffene Ordnung bedroht, sondern auch den einzigen Menschen, für den Kaleb sein heiliges Gelübde brechen würde.«

Handwerklich solide Endzeit-Science-Fiction, der leider der Mut zu Überraschungen fehlt.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Sage mir, was du liest: "Vagant-Trilogie 1: Vagant" von Peter Newman


Klappentext: »Ein einsamer Wanderer. Ein Schwert. Ein Kind.

In einer postapokalyptischen Fantasy-Welt macht sich der namenlose Vagant mit einem Säugling im Arm auf die Reise. Sein Ziel: die letzte Zuflucht der Menschheit. Dorthin soll er ein mächtiges Schwert bringen. Die einzige Waffe, die den dämonische Ursupator vernichten kann.

Für (aber nicht ausschließlich) Fans von Joe Abercrombie und Mark Lawrence ein Muss!«





Aufmerksam wurde ich auf das Buch, da ich als Fan der Comic-Serie »Monstress« auf den Seiten des Verlags Cross-Cult umherschaute. Nun ist es längst kein Geheimnis mehr, dass Cross-Cult mittlerweile auch Bücher verlegt. (So z.B. die Überraschungserfolge von Nnedi Okorafor) Also durchaus ein Händchen für ungewöhnliche Autoren und Szenarien zu haben scheint.

Zunächst klang »Vagant« einfach nur nach einer interessanten Endzeit-Fantasy-Story. Bei meiner Recherche stieß ich schließlich auf eine Rezension der englischsprachigen Ausgabe, in der u. a. erwähnt wurde, dass der Protagonist im gesamten Buch kein Wort spricht.

Dies weckte meine Neugier. Im Western (Film) funktioniert das ja super, aber im Buch?

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Sage mir, was du liest: „Der Teufel in Thannsüß“ von Rupert Mattgey

Klappentext: »Ein Dorf am Fuße des Gletschers.
Ein Geheimnis, gefangen im ewigen Eis.
Eine Wahrheit, dunkler als die Nacht.


1956. Der junge Lehrer Erik Strauss tritt seine Anstellung in Thannsüß an, dem Dorf am Fuße des Grimboldgletschers. Er begibt sich auf die Suche nach seinem verschollenen Vorgänger Cornelius Piel. Doch je tiefer er im Dreck wühlt, desto finsterer werden die Dinge, die er ans Tageslicht zerrt. Menschen verschwinden, es kommt zu bizarren Todesfällen. Und manche behaupten, auf dem Gletscher gehe der Teufel um …

Zu spät erkennt Erik, wie eng sein Schicksal mit dem des Dorfes verknüpft ist. Als er im ewigen Eis auf ein furchtbares Geheimnis stößt, versinkt Thannsüß in einem Strudel der Gewalt. Aber Erik ist bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um das Leben seiner Frau und seines ungeborenen Kindes zu retten.

„Der Teufel in Thannsüß“ ist ein Meisterwerk der modernen Horror-Literatur: ein düsterer, atmosphärischer und kompromissloser Höllenritt von ungeheurer Wucht.«

Verdammt dick aufgetragen der Klappentext, oder?

In diesem Fall stimmt der reißerische Satz am Ende aber.

Sonntag, 24. September 2017

Gehen wir zusammen auf die Jagd. Auf SNIPSL:

Vielleicht ist es unklug, in dem Zeitraum, wo das Finale der "Vakkerville-Mysteries" gerade mal erscheint und dementsprechend umworben werden muss, schon mit etwas Neuem an die Öffentlichkeit zu gehen.

Nur, schreibe ich ja irgendwie andauernd und bin mit zwei Geschichten, die sozusagen die Nachfolge antreten könnten, schon ziemlich weit fortgeschritten. Ich war an einem Punkt, wo ich mich entscheiden musste, konzentriere ich mich jetzt auf die eine oder die andere.

Genau hier stieß ich auf SNIPSL.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.snipslmedia.snipsl&hl=de


Was ist "Snipsl"? Die Macher dahinter bezeichnen es als neue Art des Lesens und das stimmt:

Freitag, 22. September 2017

Sage mir, was du liest: »Native American Girl« von Jay Kay

Klappentext: »Verlangen. Unheil. Drogen.
Unschuld. Sex. Geist.
Vermächtnis. Feuer.

Melanie hat sich mit ihrem Erbe einen Traum erfüllt. Die eigene Hotelanlage in den Rocky Mountains. Dort endet der Ferientrip der Harpers im Desaster und in einem Fluch, der die Familie bis ins heimische Denver verfolgt. Um den Fluch abzuwenden, werden die Harpers in die Berge zurückkehren. Das weiß Melanie ganz sicher, schließlich hat sie den Fluch verhängt.
Denn sie ist ein Native American Girl.«


Ich habe ja schon oft genug erwähnt, dass ich es nicht besonders spannend finde, wenn deutschsprachige Autoren ein in den USA spielendes Setting, noch dazu mit amerikanischen Protagonisten (Deutsche im Urlaub wäre ja noch etwas anderes) verwenden.

Meist lese ich diese Geschichten dann nicht.

Es gibt allerdings noch die Möglichkeit, dass die Geschichte nur dort (in den USA, Kanada o.Ä.) handeln kann.

Montag, 18. September 2017

Sage mir, was du liest: "Drachensturm" von Torsten Fink


Opulenter High-Fantasy-Schinken in ungewöhnlichem Setting

Klappentext: »Im Jahre 1532 betritt die blinde Mila im Gefolge von Francisco Pizarro und der letzten Drachenreiter das heutige Peru. Alle empfinden die scheinbar hilflose junge Frau lediglich als Belastung. Da erwählt der mächtige Drache Al-Nabu sie trotz ihrer Blindheit als neue Reiterin. Plötzlich hängen die Geschicke von Menschen und Drachen von ihren Entscheidungen ab. Mila muss ihre unerwartete Verantwortung rasch akzeptieren, will sie nicht für den Tod aller verantwortlich sein. Denn im Reich der Inka lauert etwas weitaus Gefährlicheres als Drachen!«


Bei meiner Suche nach deutschen Fantasy-Autoren stieß ich irgendwann neben Richard Schwartz, Robert Corvus, Ivo Pala und Bernhard Trecksel auch auf Torsten Fink. Da ich nicht gleich mit einem Mehrteiler beginnen wollte, um sein Werk kennenzulernen, griff ich zu »Drachensturm«, der sich dann doch als ebenso umfangreich wie ein Mehrteiler entpuppte, doch dazu weiter unten mehr.

Donnerstag, 14. September 2017

Sage mir, was du liest: "Sandman - Präludien & Notturni" von Neil Gaiman

Klappentext: »TRÄUME UND ANDERE HÖLLEN - Neil Gaimans SANDMAN zählt zu den bedeutendsten Comic-Werken aller Zeiten. Im Mittelpunkt der ebenso fantastischen wie literarischen Saga steht das Pantheon der Ewigen um den bleichen Traumkönig Dream und seine entzückende Schwester Death.
 

Der Herr der Träume wird vom skrupellosen Magier Roderick Burgess beschworen und eingekerkert. Als Dream endlich entkommen kann, liegt sein Königreich in Trümmern. Um es zu alter Größe und Macht zurückzuführen, muss Lord Morpheus seine in alle Winde zerstreuten magischen Werkzeuge finden. So beginnt eine Reise, die ihn mit Lucifer und den Dämonen der Hölle, dem Okkultisten John Constantine und einem wahnsinnigen Bösewicht zusammenführt…
Diese prachtvolle Edition präsentiert eine der wichtigsten Comic- und Fantasy- Serien aller Zeiten in edler Hardcover- Ausstattung.

PRÄLUDIEN & NOTTURNI ist der legendäre erste Band der SANDMAN-Bibliothek, geschrieben von Neil Gaiman und gezeichnet von Sam Kieth, Mike Dringenberg und Malcolm Jones III.«

Manchmal möchte ich ja sagen, dass ich nicht an Zufälle glaube. Anfang September unterhielten meine Frau und ich uns über Neil Gaiman. Einen der wenigen Autoren, den wir wirklich BEIDE mögen und lesen. Dabei stellte ich wieder einmal fest, dass ich seine umjubelte Comic-Serie: »Sandman« bis heute nicht kenne.

Sonntag, 10. September 2017

Sage mir, was du liest: »Der letzte Wohnsitz Gottes« von Jens Bühler

Klappentext: »Im Winter 1943 verwandelt eine deutsche Atombombe Moskau in eine Hölle aus Schutt und Asche. Wenige Wochen später fliegt die Luftwaffe einen symbolträchtigen Angriff auf Stalingrad. Die Trümmer der durch die 6. Armee zerstörten Stadt verglühen im atomaren Feuer. Die Sowjetunion kapituliert. Der Schock über die deutsche Massenvernichtungswaffe sitzt tief bei den Alliierten. Das nach den Kriegsjahren des Ostfeldzuges militärisch geschwächte Reich droht London zu zerstören, um die Westmächte an den Verhandlungstisch zu zwingen. Das Kalkül geht auf. Im Februar 1944 endet der große Krieg mit den Waffenstilstandverträgen von Madrid. Aber der Frieden ist trügerisch. Weltweit toben Stellvertreterkriege und es erscheint nur eine Frage der Zeit, bis die Großmächte ein letztes Mal gegeneinander ins Feld ziehen. Seit dem Sommer 1981 hütet der SS-Offizier Max Lenzer ein Geheimnis, dessen Enthüllung ihn an den Galgen bringen würde. Dieser Gefahr rückt er noch näher, als er Jahre später vollkommen unerwartet in das höchste Amt der SS berufen wird und sich als Schachfigur in einem politischen Intrigenspiel wiederfindet. Doch nicht nur Rivalen suchen nach einer Schwachstelle des neuen Reichsmarshalls. Auch Klara Wagner, eine verurteilte Mörderin im Auftrag eines Geheimdienstes, sowie Wiebke Raabe, eine desillusionierte Inspektorin im Reichsamt für Volkshygiene, interessieren sich für sein Vorleben. Als Lenzer dann auch noch dem Rätsel um die deutsche Atombombe auf die Spur kommt, schwebt er in Lebensgefahr. Ein Crossover-Thriller.«


Ich mochte »Vaterland« von Richard Harris sehr. Bei dem obrigen Klappentext bleibt es nicht aus, dass sich Jens Bühler mit eben diesem Buch vergleichen lassen muss.

Montag, 28. August 2017

Sage mir, was du liest: »Das scharlachrote Evangelium« von Clive Barker

Klappentext

»Eine Welt voller Blut und Schrecken - das Evangelium nach Clive Barker ist scharlachrot.

Zwei Kultfiguren des Horrorgenres liefern sich den ultimativen Kampf. Harry D’Amour, der Detektiv des Übersinnlichen, stellt sich Pinhead, dem Priester der Hölle.

Die letzten sechs Magier der Erde sind vor Angst erstarrt: Ein Priester aus dem Orden der Zenobiten tötet einen nach dem anderen von ihnen. Pinhead ist sein Name, und aus ihren Leichen stiehlt Pinhead alles Wissen, um seine eigenen dämonischen Kräfte zu stärken ...
Harry D’Amour ahnt davon nichts, als er das Haus eines Verstorbenen betritt, um dessen ruheloser Seele Frieden zu geben. Doch dann öffnet sich ein Riss zwischen dem Totenreich und der realen Welt und Harry erblickt Pinhead - und Pinhead ist dabei, die Hölle zu erobern!

Die Fans von Clive Barker halten den Atem an. Nach vielen Jahren wurde ihr Betteln erhört: Pinhead öffnet die Pforte zu den Zenobiten und zieht Harry D’Amour an Ketten in die Hölle.«

Ein opulentes Schlachtengemälde mit einem etwas zu pubertären Anstrich.

Über Clive Barker und seinen Beitrag zur modernen Horrorliteratur noch viele Worte zu verlieren, spare ich mir.

Dienstag, 22. August 2017

»Skargat 3: Der Stern der Mitternacht« von Daniel Illger

Klappentext: »Der spannende Abschlussband der preisgekrönten Skargat-Trilogie

Das Böse ist in der Welt angekommen. Niemand ist vor ihm sicher – weder Ritter noch Geweihte, weder Gaukler noch Könige. Während sich das Kaiserreich langsam in eine Hölle verwandelt, wird das Städtchen Dreieichen zum Schauplatz der Entscheidungsschlacht.

Rudrick von Nordwiesen, der Anführer von Skargats Jägern, ist tot. Und doch hat der Kampf gegen das Böse gerade erst begonnen. Der Adelige Justinus versucht verzweifelt, die grausame Hexenjagd zu beenden, die das Städtchen Dreieichen in Schrecken versetzt hat. Im fernen Donost muss Mykar eine Entscheidung treffen, die sein Leben verändern wird. Was ist ihm wichtiger: seine Rache oder seine Liebe? Währenddessen sammeln sich die letzten aufrechten Krieger in dem Geheimbund »Stern der Mitternacht«. So auch Mykars Freund Cay. Ganz allein muss er den Nekromanten entgegentreten, die die Herrschaft des Bösen vorbereiten ...«



Konnte der abschließende Band meine hohen Erwartungen, die durch Teil 1 und 2 geweckt wurden, befriedigen? Leider nein!

Mittwoch, 9. August 2017

Sage mir, was du liest: "Die Stadt" von Andreas Brandhorst

Klappentext: »Nach einem Unfall ist es für Benjamin Harthman, eines der Opfer, schon zu spät: Er ist tot. Doch dann wacht Harthman wieder auf, mitten in einer seltsamen Stadt, einer Stadt voller verstorbener Menschen. Ist es das Paradies oder gar die Hölle? Benjamin Harthman macht sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis dieses seltsamen Ortes …«

Ein Science-Fiction-Autor macht einen Ausflug in eine Art Psycho-Mystery-Fantastik und ... WHOW!


Murakami »Hard Boiled Wonderland« trifft auf Kafka, den Film »Dark City«, »Shutter Island« und die Serie »Lost«, um am Ende etwas Eigenes zu kreieren, dass mich beinahe sprachlos zurücklässt.

Dienstag, 1. August 2017

Sage mir, was du liest: "Die Reise ins Licht" von Andrej Djakow

Klappentext: »Wie weit würdest du gehen, um das zu retten, was von der Menschheit übrig ist?


Wir schreiben das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Atomkrieg vor 25 Jahren ist die Erde unbewohnbar geworden. Die wenigen Überlebenden haben sich in die Tunnel der U-Bahnen zurückgezogen. Dort tragen sie einen ewigen Kampf gegen sich selbst und gegen ihre mutierte Umwelt aus.

Der zwölfjährige Waisenjunge Gleb fristet sein Dasein in der Petersburger Metro, doch sein Leben ändert sich schlagartig, als er den Stalker Taran trifft. Gemeinsam mit einer Gruppe Söldner und einem Priester der neuen Religion „Exodus“ begeben sie sich auf eine gefährliche Mission an die Oberfläche. Durch die Trümmer St. Petersburgs müssen sie sich nach Kronstadt durchkämpfen, denn dort wurden von Erkundungstrupps Lichtsignale gesehen. Doch von wem stammen die Signale?«

Ich liebe postapokalptiysche Geschichten seit ich »Mad Max 2« gesehen habe. Das Sujet hat einerseits das archetypische eines Westerns, lässt andererseits aber ungeheuer viel Freiheit in der Gestaltung, da auf jegliche historische Korrektheit verzichtet werden kann.
Meist sind sie in der Art des zynischen Neowestern, denn auch wenn die Rollen klar verteilt scheinen, wer in einer Welt, in der jeder um’s Überleben kämpft, kann schon als Held bezeichnet werden.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Sage mir, was du liest: »Das Haus Komarow« von Axel Saalbach


Klappentext: »Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen ...«

Mittlerweile grenzt mein Bestreben, Geschichten zu lesen, die nicht im anglo-amerikanischen Sprach- und Mythenraum angesiedelt sind, ja beinahe schon an Besessenheit.
In einigen Rezensionen zu Büchern aus dem »Metro-Universum« stieß ich auf »Das Haus Komarow« als lesenswertes Beispiel von Endzeit-Stories und griff nach kurzer Lektüre der Leseprobe zu. Obwohl ich zugeben muss, dass der Klappentext jetzt nicht gerade ein Meisterwerk ist und wahrscheinlich auch kaum einen Leser wirklich neugierig macht. Was schade ist. Denn:

Ich mach es kurz: Liebhaber von guten postapokalyptischen Geschichten, gebt dem Buch eine Chance!

Dienstag, 25. Juli 2017

Sage mir, was du liest: "Immortal - Der Unsterbliche" von Krishna Udaysankar

Klappentext: "Alle Lebenden eint der Tod. Alle, bis auf einen.

Professor Bharadvaj ist weit mehr als nur ein Historiker mit einer Schwäche für Whisky und Schusswaffen. Denn hinter der Fassade des zynischen Akademikers steckt ein Mann, der seit Jahrtausenden auf Erden wandelt. Er ist Asvatthama – der Verfluchte. Der Mann, der nicht sterben kann.

Eines Tages bittet ihn die so rätselhafte wie schöne Maya Jervois, ihr bei der Suche nach einem ganz besonderen Artefakt behilflich zu sein. Jenes sagenumwobene Objekt, die Vajra, soll über unglaubliche alchemistische Kräfte verfügen. Der Professor glaubt jedoch nicht an dessen Existenz – hat er doch selbst viele Leben unter verschiedenen Identitäten damit zugebracht, dieses Artefakt zu finden und damit das Geheimnis hinter seiner Unsterblichkeit lüften zu können.

Aber die Möglichkeit, dass die Vajra doch existieren könnte, ist einfach zu verlockend, um ihr nicht nachzugehen, und so finden sich die beiden schnell in einem Abenteuer wieder, dessen uralte Puzzleteile sie von den labyrinthischen Gängen unter dem Somnath-Tempel bis in die Wüsten Pakistans führen.

Wer aber steckt hinter den unerschrockenen Söldnern, die ihnen ständig dicht auf den Fersen sind? Und ist der Professor, der in einem früheren Leben ein legendärer Krieger war, dazu verdammt, auf ewig ein Leben aus Tod und Blutvergießen führen zu müssen?"



Ich bin ja ständig auf der Suche nach Neuem, Ungewöhnlichem. Gerade in der Fantasy habe ich einfach keinen Bock mehr auf Urban, das in den USA spielt, oder Mittelalterfantasy die eindeutig anglo-amerikanisch mythologisiert ist. Und ich mag den »Luzifer Verlag« für seine Bereitschaft, nicht nur neuen deutschen Autoren eine Chance zu geben, sondern auch unbekanntere internationalen Werke zu veröffentlichen. Darüber hinaus finde ich seine Preispolitik und seine »Leserbindung« sehr lobenswert. (Einfach mal in einem Buch des Verlages ins Nachwort und/oder Impressum schauen, dann wisst Ihr, was gemeint ist.)

Ich wollte also dieses Buch wirklich richtig gut finden! Und?

Dienstag, 18. Juli 2017

Sage mir, was du liest: »Skargat - Das Gesetz der Schatten« von Daniel Illger

Klappentext: »Die Nacht der Toten naht und niemand weiß, welche Schrecken die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers bringen wird. Mykar und seine Freunde bereiten sich auf den scheinbar aussichtslosen Kampf vor. Doch in Ahekris, der fernen Hauptstadt des Kaiserreichs, regt sich ein anderer, noch weit mächtigerer Feind.

Nach dem Tod seines besten Freundes kennt Mykar nur noch ein Ziel. Rache an Rudrick von Nordwiesen. Allein begibt er sich auf eine gefährliche Reise, um herauszufinden, wie er seinen übermächtigen Feind bezwingen kann. Unterdessen finden seine übrigen Freunde Justinius, Scara und Vanice neue Verbündete in einem trotteligen Totengräber und einem Paladin, der an der göttlichen Gerechtigkeit verzweifelt. Gemeinsam versuchen sie, die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers aufzuhalten. Doch die Zeit wird knapp – denn ein namenloses Böses drängt machtvoll in die Welt. Es wird nichts und niemanden verschonen: weder die Welt der Menschen noch jene der Spukwesen und Nachtgestalten.«



Nachdem mich Band 1 bereits derart begeistern konnte, stellte sich bei Band 2 eigentlich nur eine Frage: Kann er das auch? Die Antwort kurz und knapp: Ja!

Montag, 17. Juli 2017

Eine kleine Übersicht der wichtigsten Akteure Vakkervilles:

Vielleicht macht das den einen oder anderen, bisherigen Nichtleser ja neugierig. Hab ich hier schon geschrieben, dass der Abschluss der Trilogie "Spiegelgrund" im Herbst 2017 erscheint?)

Der Scheuch
Drei tote Kinder, die seit Ende des 2. Weltkrieges hinter den Spiegeln »leben«
Elli und Ally – Schwestern oder Spiegelbilder?

Mittwoch, 21. Juni 2017

Bei den Adjektiven musst du noch ein wenig innovativer werden!

"Spiegelgrund" finale Phase.

Erstfassung ging/geht durch die Hände und Augen der Testleser.

Eines, womit sich diese am meisten rumschlagen müssen (Ich beneide sie wirklich nicht!) sind: Wiederholungen, Wiederholungen und Wiederholungen.
Außerdem noch Wiederholungen und hatte ich es schon erwähnt?
Richtig:
Wiederholungen.

Ständig die selben (gleichen?) Beschreibungen von Stimmungen, Atmosphären und vor allem immer die selben (gleichen?) Adjektive. Natürlich, fallen mir solche Sachen in der eigenen Überarbeitung selbst auf. Meist kürze ich sie, oft lösche ich sie und die Adjektive? Klar habe ich ein Synomymwörterbuch, bzw. fallen diese auch meist der Zensorschere zum Opfer.

 Der Grund, warum die dann überhaupt drin sind, liegt einfach in der unterschiedlichen Zeit, die ich zum Schreiben und die jemand anderes zum Lesen braucht. Logisch, weiß der Leser am Ende des Kapitels, dass Väinö ja der Typ mit den langen grauen Haaren ist. Der sich ständig den Pferdeschwanz neu bindet. Darum reicht es, dies am Anfang des Kapitels, ja es reicht sogar, dies am Anfang des dritten Teils zu erwähnen.

Wenn ich aber schreibe, liegen oft Tage, Wochen oder gar Monate zwischen einzelnen Szenen. (Ich schreibe wie man einen Film dreht. Da ich noch einem Plot arbeite, schreibe ich oft nicht chronologisch. Was im Film auch so gut wie nie gemacht wird. Da aus Kostengründen. Warum ich das so handhabe? Manche Szenen machen einfach mehr Spaß!) Meist brauche ich die wiederholte Beschreibung eines Settings, einer Figur, einer Atmosphäre, um mich selbst wieder in die Stimmung der jeweiligen Szene zu bringen. (Ich denke aber, dass ich das beim nächsten Werk, durch noch detaillierteres Plotten vermeiden kann. Dann kann ich an einzelnen Szenen einen Vermerk machen: Hast du hier schon geschildert oder so.)

Was für eine Qual es ist, das Skript in dieser Rohfassung durchzuarbeiten, merke ich selbst, wo ich es auf meinem Kindle habe. Ja, toll. Ich sitze bei dem Wetter im Garten, im Schatten, trinke Eistee ... aber ich lese nicht! Da ich bei gefühlt jedem zweiten Satz die Markier- und Notizenfunktion des Kindle nutze. Ich glaube, beim nächsten Buch, werde ich nur noch Markieren. So nach dem Motto, Anton, du weißt schon, dass das heißt, hier musst du noch mal ran. So Kinnas, nu wisstda bescheid!:-)

Donnerstag, 15. Juni 2017

Sage mir, was du liest: "Stuttgart 21 - Sonja" von Michaela Harich


Klappentext:

»Stuttgart 2021 - auf der Suche nach neuen Rezepten, außergewöhnlichen Lebensmitteln und Kochzubehör stoßen Sonja und ihre Freundin auf eine seltsame Pflanze. Als sich Sonja der Pflanze nähert, weiß sie noch nicht, dass sich dadurch ihr Leben von Grund auf ändern wird. Noch während ihre Freundin mit allen Mitteln diese Pflanze in das Restaurant der beiden bringen will, bricht in Stuttgart der Ausnahmezustand aus.«

Der nächste happen aus dem Papierverzierer-Verlag von Michaela Harich.
»Sonja« setzt in der Story vor »Lea« ein, ich denke, man sollte es dennoch erst nach »Lea« lesen, da es in meinen Augen leider abfällt.


Doch das Positive zuerst:

Freitag, 9. Juni 2017

Sage mir, was du liest: »Skargat - Der Pfad des schwarzen Lichts« von Daniel Illger

ENDLICH! Fantasy für Erwachsene! Ich bin begeistert!

Klappentext:

"Schatten über Ahekrien. Die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers reitet durch die Nacht. Das Böse erwacht, und in dem skrupellosen Rudrick hat es einen Handlanger gefunden. Es bedroht nicht nur das Dorf, in dem die Freunde Mykar und Cay aufwachsen, sondern das ganze Land.

In einem abgelegenen Dorf lebt der Außenseiter Mykar. Vom eigenen Vater und allen Bewohnern verachtet, hat er nur einen Freund: Cay, den Sohn des Dorfpriesters. Als eine Reihe grauenvoller Verbrechen geschieht, machen die verzweifelten Bauern Mykar zum Sündenbock. Sie knüppeln ihn nieder und verscharren ihn im Wald – alle halten ihn für tot. Als Jahre später Cay des Mordes an einem Adligen beschuldigt wird, ist für Mykar die Zeit gekommen zurückzukehren. Verbündete findet er in dem versoffenen Adligen Justinius, dessen verrückter Magd Scara und einer geheimnisvollen Schönen. Keiner von ihnen ahnt, dass viel mehr auf dem Spiel steht als Cays Leben."


Der (verlagseigene) Klappentext schildert leider nichts von dem, was das Buch ausmacht und wird somit verhindern, dass es die »richtigen« Leser findet. Denn die Zielgruppe, die er anspricht (ich sage jetzt mal typische »High-Fantasy-Leser« wird er vorsichtig formuliert: verwirren. Wahrscheinlich sogar enttäuschen!)

Sonntag, 4. Juni 2017

Sage mir, was du liest: "Kill Shakespeare" von von Conor McCreery und Anthony Del Col

Klappentext:

»Shakespeares weltberühmte Helden und Bösewichte treffen in den mystischen Gefilden von Illyria unter völlig neuen Voraussetzungen aufeinander - und so entfaltet sich eine ganz andere Geschichte...


 
Prinz Hamlet von Dänemark wird nach einer dramatischen Flucht inklusive Schiffbruch am Strand des mystischen Landes Illyria angeschwemmt. Hier herrscht König Macbeth mit seiner Lady und versucht mit aller Kraft, eine Rebellion in Schach zu halten und den aufrührerischen Emporkömmling Richard III in seine Schranken zu weisen. Ist Hamlet der lang ersehnte Schattenkönig, den die Prophezeiung vorausgesagt hat? Wer sind die Rebellen, die sich in den unheimlichen Wäldern des Landes versteckt halten? Und wird es Hamlet gelingen, seinen verstorbenen Vater wieder zum Leben zu erwecken und dem sagenumwobenem Schöpfer von Illyria, dem Zaubergott William Shakespeare, das Handwerk zu legen? Den jungen Prinzen erwartet ein beispielloses Abenteuer voller politischer Intrigen, mystischer Wesen und einer großen Liebe.

Mit dieser Hörspielserie voll von magischen Abenteuern präsentiert Audible Originals die nächste aufwändig in Szene gesetzte Eigenproduktion. Unter der Regie von Kai Schwind (Six Degrees - Wege der Verschwörung, Locke & Key, Die Drei Fragezeichen Live) versammeln sich neue aufregende Stimmen wie Peter Weis, Vlad Chiriac und Greta Galisch und bekannte Hörspielsprecher wie Jens Wawrczeck, Lutz Mackensy, Santiago Ziesmer und Andreas Fröhlich, um den bekannten Figuren des Barden neues Leben einzuhauchen.

Shakespeare wie Sie ihn noch nicht erlebt haben! »

Montag, 29. Mai 2017

Feuer zieh mit mir!



»Through the darkness of future past / The magician longs to see / One chants out between two worlds / Fire walk with me!«

Ich komme gar nicht umhin, doch mal ein paar Worte über »Twin Peaks« zu verlieren.

Nein. Keine Deutungsversuche der Lynchen Bilderwelten, des Frostschen Plots. Es gibt eh nur die rein subjektiven Interpretationen. (»Mullholland Drive« habe ich mir fünf Mal anschauen müssen, eh ich ihn FÜR MICH verstanden habe. Ob meine Interpretation sich mit dem ursprünglichen Ansinnen von David Lynch deckt? Egal!)




Ich will auch nicht zu detailliert über meine eigene Besessenheit berichten. Auch wenn ich mich damals, als RTL 2 in einer plötzlichen Veränderung der Sendezeit mich daran hinderte, die Folge 23 endlich sehen (und aufnehmen) zu können. Ja, ich habe mich am Tag darauf bis zu einer zuständigen Redakteurin in München durchtelefoniert. Ich habe an den Unterschriftensammlungen für das Release der Staffel 2 auf DVD und die Veröffentlichung der rausgeschnittenen Szenen aus »Fire Walk With Me« (die die Serie zu Ende führen sollten) beteiligt.

Nein. Seit dem (das nicht nur für mich völlig Unfassbare und eigentlich nicht Begreifbare) die dritte Staffel im TV läuft und ich wieder im altbekannten Fieber bin, (die Musik hoch und runter höre, die neuen Folgen mindestens dreimal schaue, überlege, die ersten zwei Staffeln und den Kinofilm mir wieder anzugucken, obwohl ich da eigentlich mitspielen könnte ...) denke ich auch darüber nach, was die Serie für mich als Geschichtenerzähler bedeutet.

Montag, 22. Mai 2017

Sage mir, was du liest: "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz

Klappentext:

"Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben."



Markus Heitz ist ohne Zweifel ein handwerklich versierter Autor. Seinen Reiz übte er auf mich vor allem dadurch aus, dass er bekannte Elemente der Fantasy neu vermischt (Kampf gegen Drachen mit Flugzeugen in den 20er Jahren des 21sten Jahrhunderts z.B.) oder seine Urban-Fantasy, die wirklich keine verkappten Romanzen sind und dann noch in Deutschland spielen.
Wobei letzteres dann auch wieder meinen Ausstieg förderte, da ich keine Lust hatte, alle Vampir-Werwolf-und sonst wie Heitz-Stories zu lesen, um in den »Seelenkriegen« alles zu verstehen. Das ist aber absolut mein persönliches Ding. Mir reicht die Kenntnis des Stephen King Werkes, um einem Autor zu folgen, der irgendwie alle seine Geschichten mit einander verzahnt.

»Des Teufels Gebetbuch« lockte mich also zunächst mit dem Versprechen, dass man nichts aus Heitz Universum kennen muss. Das stimmt auch.

Dienstag, 2. Mai 2017

Sage mir, was du liest: "Stuttgart 21 - Lea" von Michaela Harich

Klappentext:

"Stuttgart 2021 - die Landeshauptstadt ist abgeriegelt. Niemand kommt hinein, niemand kommt heraus, die Einwohner wurden evakuiert. Doch nicht alle haben Stuttgart verlassen. Lea, eine junge Frau, hat sich in der Staatsgalerie verschanzt und sie zu einer todsicheren Festung umgestaltet. Sie baut Todesfallen für die Infizierten, die ihr alles genommen haben, was ihr wichtig war. Sie muss jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Doch die Ereignisse spitzen sich zu und Lea ist sowohl auf die Hilfe ihrer Bekannten innerhalb der Quarantänezone Stuttgart wie auch auf die Hilfe von außen angewiesen."


Was brachte mich dazu, dieses Buch zu kaufen und zu lesen? Irgendwie hatte ich mal wieder Lust auf etwas Kurzes, etwas mit Zombies, das mich einfach nur unterhält.
Neugierig machte mich, dass es sich hier um eine Autorin handelt, um eine weibliche Protagonistin und das ganze noch in Deutschland, Stuttgart spielt.
Denn auf die Xte Aufwärmung des hartgesottenen Mannes, der schwerbewaffnet sich durch Zombiehorden ballert, möglichst geschrieben von einem Ex-GI und auf dem nordamerikanischen Kontinent angesiedelt, hatte ich keine Lust mehr.

Mittwoch, 26. April 2017

Sage mir, was du liest: "Morbus Dei - Die Ankunft" von Bastian Zach & Matthias Bauer

Klappentext:

"Tirol im Jahr 1703:
Ein abgelegenes Bergdorf
mitten in den Alpen.
Kalt, unheimlich, düster.
Unerklärliche Dinge passieren.
Die Dorfbewohner in Angst und Schrecken.
Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in dieses abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Bergdorf. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt - Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt."


Ein stimmiger Mix aus Heimat-Krimi, Mystery, Historienthriller und klassischem Westernsujet.

Montag, 24. April 2017

Sage mir, was du liest: "Mitternachtsmesse" von F. P. Wilson

 Klappentext: 
"Vampire verbreiten sich über die ganze Welt. Nach Europa überrennen sie Russland, den Nahen Osten und die Metropolen in Indien und China.
Nun sind sie in Amerika angekommen. Sie übernehmen Stadt um Stadt und verschleppen die letzten Lebenden in ihre sogenannten Rinderfarmen, um sie als Zuchtvieh und Quellen des Blutes zu halten.
Pater Joe hat sich dem Suff hingegeben. Er wartet nur noch auf das Ende. Doch als er erfährt, dass die Untoten seine Kirche entweihen, um dort entsetzliche Rituale zu feiern, beschließt er, sie zurückzuerobern, und sei es nur für eine Nacht. Gemeinsam mit einem Rabbi, einer Nonne und weiteren Verbündeten wartet der Pater auf die Dämmerung und das Erwachen der Bestien …
Ein Klassiker wie Stephen Kings BRENNEN MUSS SALEM.
Der US-Bestsellerautor fegt mit diesem Roman all die Pussy-Vampire beiseite, die seit Jahren unsere Buchregale überschwemmen …"



Der Autor schreibt in seinem Vorwort, dass er die »Schnauze voll hatte, von romantischen Vampiren, in die sich kleine Mädchen verlieben und ähnlichem Mist«. Nein, das ist kein Zitat, das ist meine Interpretation seiner Aussage, da mich diese dazu brachte, das Buch zu lesen.

Mittwoch, 19. April 2017

Making Of Cover: Nebelgrenze

Ich hatte ja schon an anderer Stelle erzählt, warum ich die ursprünglichen Cover geändert habe.

Hier folgt mal ein kurzes "Making Of" des Covers für den 2. Teil. Es zeigt ganz gut die "Schwierigkeiten", die man hat, wenn man mit sog. "Stockfotos" arbeitet. Allein die Eingabe der richtigen Suchworte um unter Milliarden von Fotos etwas zu finden, das zufälligerweise passt ...

Zunächst nahm ich ein Motiv aus der gleichen Serie, des gleichen Fotografen von Teil 1:



Es gab genau drei Motive dieses Fotografens, von einem Mädchen, in einem Kleid mit einer Stoffpuppe in der Hand. Bei Teil 1 lief es in einen Wald. Im o. g. Bild sieht es so aus, als würde es in eine Wiese laufen. Passend dazu wäre dann bei Teil 3:


Auch ändert sich die Haltung der Puppe, wie sie in der Hand hängt. Aber irgendwie reichte mir das nicht. Die Serie war mir zu gleich und irgendwie damit auch zu "ungruselig" ...

Samstag, 8. April 2017

Sage mir, was du liest: "So kalt dein Herz" von L. C. Frey

Klappentext:

"Als Tim in ein abbruchreifes Haus einzieht, ahnt er nicht, dass das alte Gemäuer bereits einen Bewohner hat. Eines Nachts macht er eine Entdeckung, die sein Leben für immer verändern wird.
Anna ist eine Herumtreiberin, die vor allem eins möchte: Unsichtbar sein. Als Tim auf den Wildfang Anna trifft, scheint der Ärger vorprogrammiert. Das Mädchen ist von düsteren Geheimnissen umgeben. Warum beobachtet sie wie besessen das Haus gegenüber? Wer ist sie wirklich?
Ein tödliches Geheimnis. Als in der Nähe des Hauses ein kleines Mädchen spurlos verschwindet, findet Tim heraus, dass Anna ein schreckliches Geheimnis vor ihm verbirgt. Weiß Anna mehr von den grausamen Verbrechen, als sie zugibt?
Wahrheit oder nicht? Als Tim herausfindet, wer Anna wirklich ist, wird er unaufhaltsam in einen Strudel aus Lügen und Verbrechen gezogen. Als er begreift, was auf dem Spiel steht, muss er eine Wahl treffen, die das Leben aller Beteiligter für immer verändern wird.
Wem kann er noch vertrauen, wenn die letzte Fassade fällt?
Empfohlen für Leser ab 18 Jahren.
Erleben Sie dramatischen Nervenkitzel in diesem gnadenlosen Psychothriller von L.C. Frey. Wer ist Opfer, wer Täter? Können Sie Wahrheit von Lüge unterscheiden?"

Gute Psychothriller sind rar. Neben einem stetigen Spannungsbogen mit einigen ordentlichen Twists verlange ich vor allem wirklich das Verarbeiten des Sujets »Psyche« bzw. »Psychologie« und eine in der Geschichte schlüssige Auflösung.

Donnerstag, 6. April 2017

Sage mir, was du liest: "Schatten über Elantel" von Brandon Sanderson

Klappentext:

"Brandon Sanderson zählt zu den erfolgreichsten Fantasy-Autoren überhaupt – seine Romane »Elantris« und die Saga um »Die Nebelgeborenen« machten ihn international zum Superstar. Mit seinem neuen Roman »Schatten über Elantel« führt Sanderson in die Welt von Wax und Wayne, den ungleichen Helden und Ermittlern auf Seiten des Rechts. Die Stadt Elantel ist eine Metropole in Zeiten des Umbruchs, beherrscht von Technik, Magie – und dem Recht der Gesetzlosen. Hier stoßen Wax, Wayne und ihre Gefährtin Marasi auf eine dunkle Verschwörung, die ganz Elantel erschüttern kann. Und die Verbündeten machen sich daran, den Fall auf ihre ganz eigene Weise zu lösen ... In »Schatten über Elantel« begeistert Brandon Sanderson erneut mit der hochexplosiven Mischung aus High Fantasy, Western und feinem Humor, die seine Fans lieben."

Ein genialer Bruch mit Genre-Konventionen

Wenn ich über Brandon Sanderson rede, muss ich auch über »Das Rad der Zeit« reden. Jene (in meinem Leben) erste Serie, bei der ich den Eindruck gewann, der Autor würde sie endlos in die Länge ziehen, ohne noch zu wissen, wo er überhaupt hinwill. Und dann verstarb er auch noch.

Brandon Sanderson, den ich bis dahin nicht kannte, wurde beauftragt, »Das Rad der Zeit« zu Ende zu bringen und in meinen Augen sind seine - also die letzten drei - Teile, die besten der Serie überhaupt.

Somit war klar, das Sanderson sein Handwerk versteht.

Montag, 20. März 2017

Sage mir, was du liest. "Zwinger" von John Alba


Klappentext:

Als Martin Nowak sich auf dem Weg zu einem Kunden verfährt, findet er ein entlegenes Haus – und hört den schrecklichen Schrei eines Kindes. Er will helfen. Ein Fehler. Eine fremde Frau tasert ihn und sperrt ihn in einen leeren Hundezwinger. Auf seinem Handy erscheint ein Text seiner Frau, in dem es um seine Tochter geht: „Marie SOS!!!“

Martin ist nicht der einzige Gefangene. Ein in die Sklaverei verkauftes Mädchen, Ananya, wird von der Frau festgehalten und als Versuchskaninchen missbraucht – für medizinische Versuche, die Ananya wieder und wieder in den Tod schicken, nur um sie anschließend wiederzubeleben.
Die Frau ist Elena Born. Mit ihren Experimenten will sie nur eins erreichen: Ihren geliebten Mann von den Toten zurückholen. Dafür geht sie über Leichen. Martin und Ananya sind nicht ihre ersten Opfer. Dass ihr verrücktes Experiment gelingen könnte, hat ihr Mann, ein angesehener Forscher, bis zu seinem Tod zu beweisen versucht.
Während Martin und Ananya um ihr Leben kämpfen, gerät Elena selbst in Gefahr. Denn etwas lauert im Tod. Etwas unsagbar Böses.


Natürlich war ich gespannt, ob John Alba, die Ratschläge seines Alter Egos Stephan Waldscheidt beherzigt, wenn er einen Roman schreibt.

Mittwoch, 15. März 2017

Sage mir, was du liest: »Der Leichenkönig« von Tim Curran



Klappentext: Edinburgh zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Grabräuber Samuel Clow und Mickey Kierney schleichen Nacht für Nacht auf die Friedhöfe, um die faulenden Leiber der kürzlich Verstorbenen wieder aus der Erde zu zerren. Die verkaufen sie dann an Ärzte und Studenten der Medizin.
Die beiden glauben, dass sie ganz allein sind. Doch im trüben Licht des Mondes lauert der Leichenkönig auf sie … 


Bereits die beiden Horror-Western von Tim Curran hatten mich ziemlich begeistert. Umso mehr war ich gespannt, wie ihm die Umsetzung eines weiteren historischen Themas als Horror-Novelle gelingt, welches außerdem noch durch Tatsachen inspiriert ist.

Dienstag, 14. März 2017

(Meine) Verantwortung gegenüber dem Leser.

Heute las ich in einer FB-Gruppe einen Post von Autor (nennen wir ihn »Melvin«) der darüber berichtete, dass ein drei Jahre altes Buch von ihm, jetzt bei einem Verlag erscheint.

Herzlichen Glückwunsch.

 (Meine Recherche ergab, dass wohl alle Leser/innen seit damals auf den 2. Teil warten)
Dann schreibt »Melvin« weiter, einer der Gründe, warum er gezögert habe, den 2. Teil zu schreiben, war, dass er die Kosten für das in Eigenregie veröffentlichte Buch von damals nicht reinbekam.«
Außerdem hofft Melvin, »dass er mit der Neuveröffentlichung genügend Fans bekommt, damit er den 2. Teil zu schreiben beginnen kann!«

An dieser Stelle möchte ich (aus meiner Sicht als Leser) den Tatortreiniger »Schotti« aus der gleichnamigen Serie zitieren:

»Waaah?«

Montag, 13. März 2017

Ich war auf der Suche nach einem Schreibratgeber.



Meisterkurs bedeutet hier nicht, dass man danach ein Meister im Schreiben ist. (Kann passieren, wird aber von Hr. Waldscheidt nicht versprochen:-)) Es bedeutet einfach, dass man die Lehrzeit und die Gesellenprüfung schon hinter sich haben sollte. Nichts für Anfänger eben.

Ich befand mich in einer Phase im Schreiben des 3. Teils, in der ich das Gefühl hatte, mich total zu Verzetteln. Zuviele Fäden mussten zu Ende geführt werden, zuviele Ereignisse sollten noch kommen und dennoch ... irgendwie hing ich.

Darum war ich auf der Suche nach einem Schreibratgeber. Meine Entscheidung für Stephan Waldscheidt "Plot & Struktur" war rein emotional. Ich habe Workshops und Schreibkurse, einige Jahre an Erfahrung hinter mir und Ratgebern gegenüber war ich immer eher skeptisch.

Samstag, 11. März 2017

Sage mir was du liest: "Ein unseliger Ort" E. R. Kästner




Klappentext:

"Jahrzehnte der Folter und des Terrors im Namen der Medizin.
Eine verlassene Psychiatrie mitten im Nirgendwo.
Ein unseliger Ort.

Was wäre, wenn es Dich an einen Platz verschlagen würde, in dessen Mauern sich das Leid unzähliger Seelen eingebrannt hat? Ein riesiges Anwesen, in dem die Schatten seiner schwarzen Vergangenheit noch immer lebendig sind.
Du kannst sie sehen - aber sie sehen Dich auch.
Doch es ist nicht nur das Echo längst vergangener Gräueltaten, das Dir das Blut in den Ader gefrieren lässt. Der Horror ist real und passiert in diesem Moment.
Hier, vor Deinen Augen.
Wirst Du vor Angst sterben oder Dich Deinen schlimmsten Albträumen stellen? Entscheide Dich, denn eines ist sicher:
Das Haus wird Dich nicht gehen lassen."

Der Klappentext machte mich neugierig. Eine alte psychiatrische Anstalt - wir alle wissen, dass im Namen der Medizin in der Vergangenheit durchaus Dinge getan wurden, die so manchen Geist/Dämonen verblassen lassen. Grusel gepaart mit Humor? Ich mag Genreüberschreitungen. Hat die Geschichte jetzt gehalten, was der Klappentext versprach?

Freitag, 10. März 2017

Hinter den Kulissen. Coverbilder.


Die Arbeit eines Selfpublishers ist ständigen Veränderungen unterworfen. Da ich mich ja um alles alleine kümmere und somit auch (finanzielle) Prioritäten setzen muss. Andererseits bietet mir KDP die Möglichkeit, relativ zügig zu reagieren.

Z.B. Werbung: Ich hatte einige bezahlte Werbeaktionen gestartet. Als Feedback auf eine, bekam ich vom Werbetreibenden, eine nette Mail mit ein paar Vorschlägen, dass ich an Titel, Cover etc. doch einiges ändern sollte. Der Grund war, dass die Clicks auf mein Werk auf seiner Seite »weit unter dem Durchschnitt« lagen.

Also schaute ich mir (wie vorgeschlagen) die Cover der Ebooks an, die sich in der gleichen Kategorie im Ranking weit über mir tummeln.

Zunächst fiel mir auf, dass alle Autoren die »debütieren« nicht nur einen Titel, sondern auch einen Untertitel und eine Genreschublade auf dem Cover hatten. (Z.B. »Ein unseliger Ort«, ein Buch, das bei mir einen eher zwiespältigen Eindruck hinterließ, aber dazu mehr in einer Rezie.)

https://www.amazon.de/Ein-unseliger-Ort-Erl%C3%B6sung-Requiem-ebook/dp/B01NCYZY2J/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1489135581&sr=1-1&keywords=ein+unseliger+ort

Mittwoch, 25. Januar 2017

Sage mir, was du liest ... "Alice im Totenland"

Klappentext:

Unsere Zivilisation endete vor mehr als fünfzehn Jahren. Zurück blieb eine karge, öde Welt, die man fortan das Totenland nannte, und eine neue Bedrohung: Horden unzähliger Untoter – die Biter.
Die fünfzehnjährige Alice ist in dieser Welt aufgewachsen. Die Biter sind als Gefahr allgegenwärtig, und deshalb besteht ihre Ausbildung auch zu großen Teilen aus dem Umgang mit Schusswaffen und Messern. Eines Tages beobachtet Alice, wie einer der Biter in einem Loch in der Erde verschwindet. Alice folgt ihm, denn schon lange hält sich das Gerücht, dass die Biter über geheime unterirdische Höhlengänge verfügen. So stößt sie auf ein Geheimnis, das sie in ein actionreiches Abenteuer katapultiert und ihr Leben und das der anderen Überlebenden des Totenlandes für immer verändert.
Gibt es eine weltweite Verschwörung, die das Ende der Menschheit zur Folge hatte? Was ist der Ursprung der untoten Biter? Und was hat es mit der mysteriösen Königin und ihrer rätselhaften Prophezeiung aus einem der letzten Bücher im Totenland auf sich – einem Buch namens »Alice im Wunderland«.




Meine Meinung:

Da ich ja eh davon ausgehe, dass wir seit Aristoteles alle nur die selben 7 Stories immer wieder neu erzählen, fand ich die Grundidee sehr vielversprechend. Ich mag es, wenn »bekannte« Motive aufgegriffen und umgewandelt werden. (Die »Luna-Chroniken« z.B.)

Nun also, Lewis Carroll und Zombies.
Bereits auf der ersten Seite folgt Alice, während eines Kampfes gegen die Untoten, einem Biter mit pinkfarbenen Hasenohren auf dem Kopf in einen unterirdischen Tunnel.

Diese Idee fand ich so genial, dass ich dem Buch wirklich entgegen gefiebert habe.

Sonntag, 15. Januar 2017

Sage mir, was du liest ... "Little Girls" Ronald Malfi

Ich mag Malfi. Seine Bücher sind kein Horror, sondern Mystery. 
Die meisten Leser kritisieren ihn für seine Längen, sind der Meinung, das ca. 20 % weniger immer mehr wären.
Dies finde ich nicht. Ja, Malfi lässt sich Zeit. Die Spannung, das "Grauen", baut sich langsam und in erster Linie über die Atmosphäre auf. Das ist auch hier der Fall.
Schritte und Flüstern in einem eigentlich leeren Haus, ein kleines Mädchen, das es eigentlich gar nicht gibt ... oder doch? Ein verschlossener Raum, in dem Schreckliches geschah ... alle Zutaten für eine atmosphärisch dichte und vor allem sprachlich exellente Mystery-Story sind da.