Montag, 29. Mai 2017

Feuer zieh mit mir!



»Through the darkness of future past / The magician longs to see / One chants out between two worlds / Fire walk with me!«

Ich komme gar nicht umhin, doch mal ein paar Worte über »Twin Peaks« zu verlieren.

Nein. Keine Deutungsversuche der Lynchen Bilderwelten, des Frostschen Plots. Es gibt eh nur die rein subjektiven Interpretationen. (»Mullholland Drive« habe ich mir fünf Mal anschauen müssen, eh ich ihn FÜR MICH verstanden habe. Ob meine Interpretation sich mit dem ursprünglichen Ansinnen von David Lynch deckt? Egal!)




Ich will auch nicht zu detailliert über meine eigene Besessenheit berichten. Auch wenn ich mich damals, als RTL 2 in einer plötzlichen Veränderung der Sendezeit mich daran hinderte, die Folge 23 endlich sehen (und aufnehmen) zu können. Ja, ich habe mich am Tag darauf bis zu einer zuständigen Redakteurin in München durchtelefoniert. Ich habe an den Unterschriftensammlungen für das Release der Staffel 2 auf DVD und die Veröffentlichung der rausgeschnittenen Szenen aus »Fire Walk With Me« (die die Serie zu Ende führen sollten) beteiligt.

Nein. Seit dem (das nicht nur für mich völlig Unfassbare und eigentlich nicht Begreifbare) die dritte Staffel im TV läuft und ich wieder im altbekannten Fieber bin, (die Musik hoch und runter höre, die neuen Folgen mindestens dreimal schaue, überlege, die ersten zwei Staffeln und den Kinofilm mir wieder anzugucken, obwohl ich da eigentlich mitspielen könnte ...) denke ich auch darüber nach, was die Serie für mich als Geschichtenerzähler bedeutet.

Montag, 22. Mai 2017

Sage mir, was du liest: "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz

Klappentext:

"Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben."



Markus Heitz ist ohne Zweifel ein handwerklich versierter Autor. Seinen Reiz übte er auf mich vor allem dadurch aus, dass er bekannte Elemente der Fantasy neu vermischt (Kampf gegen Drachen mit Flugzeugen in den 20er Jahren des 21sten Jahrhunderts z.B.) oder seine Urban-Fantasy, die wirklich keine verkappten Romanzen sind und dann noch in Deutschland spielen.
Wobei letzteres dann auch wieder meinen Ausstieg förderte, da ich keine Lust hatte, alle Vampir-Werwolf-und sonst wie Heitz-Stories zu lesen, um in den »Seelenkriegen« alles zu verstehen. Das ist aber absolut mein persönliches Ding. Mir reicht die Kenntnis des Stephen King Werkes, um einem Autor zu folgen, der irgendwie alle seine Geschichten mit einander verzahnt.

»Des Teufels Gebetbuch« lockte mich also zunächst mit dem Versprechen, dass man nichts aus Heitz Universum kennen muss. Das stimmt auch.

Dienstag, 2. Mai 2017

Sage mir, was du liest: "Stuttgart 21 - Lea" von Michaela Harich

Klappentext:

"Stuttgart 2021 - die Landeshauptstadt ist abgeriegelt. Niemand kommt hinein, niemand kommt heraus, die Einwohner wurden evakuiert. Doch nicht alle haben Stuttgart verlassen. Lea, eine junge Frau, hat sich in der Staatsgalerie verschanzt und sie zu einer todsicheren Festung umgestaltet. Sie baut Todesfallen für die Infizierten, die ihr alles genommen haben, was ihr wichtig war. Sie muss jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Doch die Ereignisse spitzen sich zu und Lea ist sowohl auf die Hilfe ihrer Bekannten innerhalb der Quarantänezone Stuttgart wie auch auf die Hilfe von außen angewiesen."


Was brachte mich dazu, dieses Buch zu kaufen und zu lesen? Irgendwie hatte ich mal wieder Lust auf etwas Kurzes, etwas mit Zombies, das mich einfach nur unterhält.
Neugierig machte mich, dass es sich hier um eine Autorin handelt, um eine weibliche Protagonistin und das ganze noch in Deutschland, Stuttgart spielt.
Denn auf die Xte Aufwärmung des hartgesottenen Mannes, der schwerbewaffnet sich durch Zombiehorden ballert, möglichst geschrieben von einem Ex-GI und auf dem nordamerikanischen Kontinent angesiedelt, hatte ich keine Lust mehr.